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Frühmittelalter
Bis zum 11. Jahrhundert besuchen die rund 150 Rüschliker Einwohner den Gottesdienst in der St. Peterskirche in Zürich. Anfangs des 12. Jahrhunderts bauen Rüschlikon, Kilchberg und die linksufrigen Seegemeinden gemeinsam eine Bergkirche auf der Kilchberger Höhe. Als Südanbau hat diese Kirche eine "Rüeschliker-Türli", das heute noch zu sehen ist.



St. Niklaus Kapelle
Anfangs des 14. Jahrhundert entsteht auf Rüschliker Boden die St. Niklaus-Kapelle als Filial-Kirche von Kilchberg. Ein Teil des Bogens ist immer noch im Innenraum der Kirche am Turm zu sehen.

Vergrösserung 1713 - Selbständigkeit 1721
Die St. Niklaus-Kapelle wird zur Dorfkirche vergrössert, bleibt aber immer noch Filial-Kirche von Kilchberg. Von dieser Zeit stammt die Barock-Kanzel aus Nussbaum, die noch heute in der Kirche steht. Einige Jahre später, 1721, löst sich Rüschlikon offiziell von der Pfarrei Kilchberg und wird eine selbständige Kirchgemeinde. Die Kirche erhält einen eigenen Taufstein, der ebenfalls noch heute in der Kirche steht.

Umbau und Turmbau 1829
Das Kirchenschiff wird umgebaut und der Turm neu erstellt. Ein Geläut wird mit 5 Glocken installiert.

Totalrenovation 1926
Mit der Total-Renovation (Architekt: A. Maurer sen., Rüschlikon) wird die Kirche noch einmal vergrössert. Neu sind der Turmhelm und das Zifferblatt mit arabischen Zahlen. Es entsteht das erste (mittlere) Farbfenster, Jakobs Traum und Jakobs Kampf, von Carl Rösch. Mit dieser Total-Renovation wird auch das Geläut ersetzt. Die Glockengiesserei Rüetschi stellte 5 Glocken her:

Glocke 1, Es-Glocke, 1500kg, Name: Nikolaus
Inschrift: Die Himmel erzählen die Ehre Gottes.

Glocke 2, F-Glocke, 1050 kg, Name: Regula
Inschrift: Aller Augen warten auf dich, Herr, und du gibst ihnen ihre Speise zu seiner Zeit.

Glocke 3, G-Glocke, 760 kg, Name: Cäcilia
Inschrift: Lobe den Herrn, meine Seele und was in mir ist seinen heiligen Namen.

Glocke 4, B-Glocke, 440 kg, Name: Marianne
Inschrift: Ach bleib bei uns Herr Jesus Christ, da es nun Abend worden ist.

Glocke 5, C-Glocke, 300 kg, Name: Magdalena
Inschrift: Der Tod ist verschlungen in den Sieg.


Renovation 1971 / 1972
Mit der letzten Renovation (Architekt: P. Hintermann, Rüschlikon) kommt der Anbau der Kirchenstuben hinzu. Zwei weitere Glasfenster von Felix Hoffmann, verbunden durch einen Regenbogen, bereichern den Gottesdienstraum, dessen Ausrichtung um 90 Grad gedreht wurde: Brudermord Kain und Abel (links) und Taufe Jesu (rechts). Aus dieser Zeit stammen die 3 Wandteppiche, das grösste „Friedensvision des Jesaja“ hängt im Foyer. Der Entwurf stammt von Ruth von Fischer. Die Ausführung lag bei den noch heute aktiven „Teppichfrauen“. Im Zuge der Renovation wurde auch eine Orgel mit 3 Manualen, 31 Register und 2000 Pfeifen (Neidhart + Lhôthe, St. Martin) erstellt.

Renovation 2006 / 2007
Im Mai 2004 beschloss die Kirchgemeinde eine Kirchenrenovation für Fr. 1,3 Mio. sowie einen Studienauftrag für die Nebengebäude.

Abschluss Kirchenrenovation
Am Sonntag den 24. Juni 2007 wurde mit einem Kirchenfest die frisch renovierte Kirche der Kirchgemeinde übergeben.